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Testament anfechten und Gründe für die Anfechtung

Testament nach Tod des Erblassers

Das Testament anfechten

So manches Testament hat bereits für unangenehme Überraschungen gesorgt. Doch nur, weil der Letzte Wille nicht den eigenen Erwartungen entspricht, heißt das noch lange nicht, dass auch dagegen angegangen werden kann. Eine Anfechtung, wie sie vom Gesetzgeber vorgesehen ist, unterliegt klaren Regeln. Entscheidend sind die Gründe für das Anfechten und dass die Person, die das Testament anficht, direkt betroffen ist. Bevor allerdings rechtliche Schritte eingeleitet werden, sollte mit einem Anwalt oder Notar Rücksprache gehalten werden. Erst dann macht es Sinn, das Testament beim zuständigen Nachlassgericht anzufechten.

Gründe für die Anfechtung des Testaments

Gründe, ein Testament für unwirksam zu erklären und anzufechten, gibt es sicherlich viele. Akzeptiert für die Anfechtung werden jedoch nur einige wenige. Hier eine Übersicht zu den möglichen Anfechtungsgründen:
  • Erklärungsirrtum: Ein Erklärungsirrtum liegt vor, wenn das, was erklärt werden sollte, und das, was erklärt wurde, nicht übereinstimmen. In der Regel handelt es sich schlichtweg um Schreibfehler. Sprich: Der Erblasser hat sich verschrieben bzw. bei einem notariellen Testament versprochen.

  • Inhaltsirrtum: Wenn der Erblasser zwar weiß, dass er eine Erklärung abgibt, sich aber nicht darüber bewusst ist, was er erklärt und welche Tragweite die Erklärung hat, spricht man von einem Inhaltsirrtum.

  • Motivirrtum: Geht der Erblasser im Testament von irrigen Umständen, Erwartungen und Annahmen aus, die sich später als nicht zutreffend erweisen, handelt es sich um einen Motivirrtum. Beispiel: Davon ausgehend, den Rest des Lebens mit der aktuellen Lebensgefährtin bzw. dem aktuellen Lebensgefährten zu verbringen, wird diese Person im Testament als Alleinerbe eingesetzt. Trennen sich beide später und wird das Testament nicht geändert, kann die Erbeinsetzung der Partnerin/des Partners angefochten werden.

  • Drohung: Wird der Erblasser bedroht und dazu gezwungen, ein Testament aufzusetzen oder ein bestehendes Testament zu ändern, liegt ein Anfechtungsgrund vor.

  • Unbekannte Pflichtteilsrechte: Der häufigste Grund, aus dem ein Testament angefochten wird, dürften unbekannte Pflichtteilsrechte sein, die vom Erblasser übergangen wurde. Das kann passieren, wenn der Erblasser nichts von dem Pflichtteilsberechtigten wusste oder die Person erst geboren oder pflichtteilsberechtigt wurde, nachdem das Testament bereits errichtet wurde. Beispiel: Stirbt ein Vater, ehe er seine neugeborene Tochter im Testament berücksichtigen kann, besteht die Möglichkeit, das Testament anzufechten.

  • Erbeinsetzung von Heimmitarbeitern: Wird ein Heimmitarbeiter, der sich um den Erblasser gekümmert hat, im Testament bedacht, liegt nur dann ein Anfechtungsgrund vor, wenn gegen das Heimgesetz verstoßen wurde.


Berliner Testament anfechten oder notarielles Testament anfechten

Die oben genannten Gründe für die Anfechtung des Testaments gelten gleichermaßen für ein Berliner Testament und notarielles Testament!

Das Testament anfechten und Frist zur Anfechtung

Angefochten werden muss das Testament innerhalb der Frist eines Jahres. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem man von dem Anfechtungsgrund erfahren hat. Sollte der Erbfall bereits 30 Jahre zurückliegen, ist eine Anfechtung ausgeschlossen. Liegt ein triftiger Grund vor, gilt es, die Testament Anfechtung gegenüber dem Nachlassgericht zu erklären. Eine Prüfung erfolgt erst, sobald ein Erbschein beantragt wurde. Vorher werden die Beteiligten lediglich darüber informiert, dass das Testament angefochten wurde. Ist die Anfechtung erfolgreich, gilt das Testament als nicht existent.

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