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Erbengemeinschaft auflösen

Erbengemeinschaft (Gesamthandsgemeinschaft)

Die Erbengemeinschaft auflösen

Erbengemeinschaften bestehen nach Möglichkeit immer nur für kurze Zeit, bis das Erbe auseinandergesetzt wurde, sprich: bis jeder seinen Erbanteil erhalten hat und der Nachlass komplett aufgelöst wurde. Das erweist sich bisweilen als sehr schwer, wenn auch nur ein Mitglied der Erbengemeinschaft aus der Reihe tanzt und der Erblasser keine Teilungsanordnung verfügt hat. Unter Umständen muss dann ein Gericht entscheiden, wie weiter verfahren wird.

Einvernehmliche Auflösung der Erbengemeinschaft

Der ideale Weg sieht natürlich so aus, dass die Erben an einem Strang ziehen und sich einigen, wer was erhält. Damit es auch anschließend nicht zu Streitigkeiten kommt, sollte ein entsprechender Vertrag (Auseinandersetzungsvertrag) aufgesetzt werden. Solange keine Grundstücke oder Anteile von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) vermacht wurden, muss ein solcher Vertrag nicht einmal notariell beglaubigt werden. Sind sämtliche Verbindlichkeiten gezahlt und ist der Nachlass unter den Erben aufgeteilt, löst sich die Erbengemeinschaft automatisch auf. Bei Immobilien ist es durchaus üblich, dass ein Mitglied der Erbengemeinschaft den Besitz übernimmt und die übrigen Mitglieder auszahlt – sofern sie damit einverstanden sind. Auch damit wäre die Auflösung besiegelt.

Die Trennung der Erbengemeinschaft im Streit

Geht der Einigungsprozess nur schleppend voran oder entbrennt zu einzelnen Gegenständen oder einem Grundstück Streit, wird es erheblich schwerer. Grundsätzlich hat jeder Erbe das Recht, auf die Auseinandersetzung des Nachlasses zu klagen. Das setzt voraus, dass ein Teilungsplan erarbeitet wurde, dem alle zustimmen. Das ist eher unwahrscheinlich, wenn sich die Erben schon vorher nicht einigen konnten. Dreht sich der Streit nur um ein Haus oder ein Gemälde, kann man diesen Teil des Nachlasses bei der Erbauseinandersetzung vorerst ausklammern. In dem Fall wird der restliche Nachlass aufgeteilt und muss später nur noch über die Streitobjekte entschieden werden, notfalls von einem Gericht.

Ausschluss der Erbauseinandersetzung

Verfügt der Erblasser jedoch, dass der Nachlass nicht auseinandergesetzt werden darf, bindet er die Erbengemeinschaft aneinander. Dadurch ist eine Auflösung unmöglich. Sofern im Testament kein zeitliches Limit genannt wird, besteht die Erbengemeinschaft längstens 30 Jahre, ehe das Erbe angetreten werden kann. Die Möglichkeit, sich über diesen Wunsch hinwegzusetzen, besteht nur, wenn dem Nachlass finanzielle Nachteile drohen. Ob ein wichtiger Grund vorliegt, entscheidet das Nachlassgericht. Die Erbengemeinschaft – Einigkeit vorausgesetzt – selbst kann auch vereinbaren, dass die Auseinandersetzung für bestimmte Zeit oder für immer ausgeschlossen bleibt. Auf bestimmte Zeit ist ein solcher Ausschluss unter anderem denkbar, wenn noch Miterben gesucht werden.

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